Betriebliche Altersvorsorge

Die heutige gesetzliche Rentenversicherung wurde ursprünglich erst aus der betrieblichen Rentenversicherung heraus entwickelt, die es schon deutlich länger gibt. Es gibt sogar Nachweise von betrieblicher Altersversorgung bis ins Mittelalter hinein. Im Jahre 1260 wurde im Bergwerk Rammelsberg eine Bergbaubruderschaft gegründet, die ihre Arbeiter auch im Alter, bei Krankheit oder bei Invalidität noch versorgte. Sogar die Hinterbliebenen wurden von dieser Bruderschaft bereits versorgt. Dagegen wurde die gesetzliche Rentenversicherung erst von Otto von Bismarck als letztes Glied der Sozialversicherungen im Jahre 1889 ins Leben gerufen. Die Altersvorsorge, die durch die Betriebe geboten wird, ist in der Regel zu einem Teil von den Unternehmen getragen und je nach Vereinbarung zu einem gewissen Teil auch von dem Angestellten.

Berühmte Firmen bilden die Vorreiter der Altersvorsorge

Die betriebliche Altersvorsorge wurde durch Firmen wie Krupp und Henschel, aber auch durch Siemens und BASF zwischen 1832 und 1879 in Deutschland überhaupt erst zuverlässig etabliert. Im Jahre 1974 wurde die betriebliche Altersversorgung dann hierzulande auch gesetzlich grundlegend geregelt, sodass auch bei einem Verlust des Arbeitsplatzes oder bei einer Insolvenz des Unternehmens die betriebliche Altersvorsorge erhalten bleibt. Ebenso bleibt bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes jetzt die betriebliche Altersvorsorge für den Mitarbeiter bestehen und kann sozusagen mitgenommen werden. Inzwischen bieten nicht mehr nur die großen Unternehmen eine betriebliche Rentenversicherung für ihre Mitarbeiter, sondern auch viele mittelständische Betriebe sind dazu übergegangen, ihre Angestellten langfristig mit einer betrieblichen Altersversorgung an die Firma zu binden.

Ein Gewinn für beide Seiten – die betriebliche Altersvorsorge

Angestellte und Betriebe gewinnen beide bei einer betrieblichen Altersversorgung. Besonders in Zeiten des Fachkräftemangels muss den Unternehmen sehr daran gelegen sein, ihre Mitarbeiter langfristig mit einer Altersvorsorge und anderen sozialen Leistungen an die Firma zu binden. Durch die starken Kürzungen, die den Angestellten bei der Rente künftig ins Haus stehen, ist die betriebliche Altersvorsorge neben der eigenen Rentenversicherung ein wichtiges Glied der Vorsorge, vor allem weil der Arbeitnehmer einen großen Teil dieser betrieblichen Altersvorsorge von seinem Arbeitgeber sozusagen geschenkt bekommt.

Private Altersvorsorge: