Roboter als Bankenberater

Wofür braucht es einen Menschen, wenn ein Roboter den Job erledigen kann? Das denken sich viele Banken und möchten in Zukunft auf Robo-Advisors setzen. An und für sich eine gute Idee, denn eine Maschine ist nicht von Emotionen geleitet. Sie macht weniger Fehler, sofern ihre Formel richtig programmiert wurde.

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Findet künftig die Anlageberatung nur über Roboter Bankenberater statt?

In 30 Minuten zum neuen Portfolio

Ein Robo-Advisor bietet viele Vorteile: Der Anleger kann seine Finanzen bequem auf der Couch optimieren. Es spielt überhaupt keine Rolle, wann die Filiale geöffnet hat. Denn die Beratung kann zu jeder Uhrzeit über das Internet erfolgen. Mit wenigen Klicks erstellt die Maschine eine passende Anlagestrategie – und das ganz ohne menschliche Beratung.

Als Anleger müssen Sie zuerst eine Reihe an Fragen beantworten:

  • Welche Ziele sind Ihnen wichtig?
  • Wie hoch sollte das Risiko sein?
  • Sind Sie an einer kurz- bzw. langfristigen Geldanlage interessiert?

Der Roboter Bankenberater wertet die Antworten aus und führt Sie zum richtigen Anlageportfolio. Am Ende entscheidet der Algorithmus über die Auswahl der Fonds oder Sparpläne.

Maschinen statt Menschen

Beide Seiten profitieren von Robo-Advisors. Die Bank spart unnötige Kosten und kann einige Filialen schließen. Das Geld lässt sich sinnvoller in die Entwicklung der Anlage-Roboter investieren. Der Kunde hat keine stressige Anfahrt und muss keinen extra Termin vereinbaren. Er hat alle Zeit der Welt, um eine Entscheidung zu treffen.

Die rhetorischen Fähigkeiten des Beraters spielen keine Rolle, da die Maschine ein neutrales Ergebnis liefert. Jeder Kunde erhält bei gleichen Angaben dieselbe Empfehlung. So sind menschliche Irrtümer ausgeschlossen. Denn auch der beste Berater kann einen schlechten Tag erwischen und das falsche Produkt empfehlen.

Neben der Aktien- und Fondsauswahl übernimmt der Roboter Bankenberater die Verwaltung des Portfolios. Bei Bedarf kann er ein Wertpapier verkaufen oder die Position aufstocken. So müssen Sie sich als Anleger keine Sorgen mehr machen, ob Ihr Depot noch immer gut aufgestellt ist.

Achten Sie bei der Auswahl des Robo-Advisors auf folgende Punkte:

  • Anbieter
  • Gebühren
  • Einmalanlagen
  • Mindestsumme für Sparpläne
  • Regulierung
  • Anzahl der Risikoklassen

Viel Potenzial nach oben

Aktuell beschränken sich die meisten Roboter-Berater auf die Produktfindung. Ein klassischer Berater könnte eingreifen und das Produkt verkaufen. Nur wenige Maschinen sind auf diese Funktion hin programmiert. Es ist wohl eine Frage der Zeit, bis die meisten Robo-Advisors auch die Depotverwaltung beherrschen.

Oftmals werden die Finanzprodukte von oben vorgegeben, wofür es kein persönliches Gespräch benötigt. Der Roboter kann diese Aufgabe problemlos übernehmen. Zudem sollten Sie die Kosten der einzelnen Dienstleistungen miteinander vergleichen. In der Filiale werden meist höhere Provisionen als bei der Maschine erhoben.

Fazit

Da es sich beim Robo-Advising um ein junges Konzept handelt, fehlt es an langfristigen Erfolgsnachweisen. Wie gut die Algorithmen sind, wird sich zeigen, sobald die Kapitalmärkte stark einbrechen.

Für Anleger sind die Roboter Bankenberater eine sinnvolle Alternative. In ein paar Jahren wird es zahlreiche Erfahrungsberichte zu den einzelnen Robo-Anbietern geben. Mit diesem Wissen können Sie sich für den richtigen Roboter Bankenberater entscheiden. Größere Summen (und selbstverständlich niemals Ihr gesamtes Kapital) sollten Sie nur in ein Programm einer renommierten Bank investieren. Bei einem Start-up ohne Kooperationspartner könnte es am notwendigen Finanzwissen fehlen.

 

Bildquellenangabe: flickr, Simon Law, creative commons Attribution-ShareAlike 2.0 Generic License

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