Portfolio Rebalancing – was bedeutet das und wie mache ich es richtig?

Besonders bei der Buy-and-Hold Strategie muss ein regelmäßiges Umschichten (Rebalancing) immer wieder für das gleiche Verhältnis der Asset-Klassen sorgen. Mindestens einmal im Jahr sollte jeder Anleger sein Portfolio wieder in das Gleichgewicht bringen. Denn die einzelnen Klassen entwickeln sich in der Regel sehr unterschiedlich. Das bläht und schmälert die Anteile dementsprechend.

Rebalancing = zurück zur gleichen Gewichtung einzelner Wertpapierklassen 

Für viele Langfristanleger ist Diversifikation im Depot sehr wichtig, um so das Verlustrisiko zu reduzieren. Sie investieren in verschiedene Anlageklassen und halten diese mehrere Jahre lang. Die eigene Risikobereitschaft, Zeithorizont und eigenes Alter sind für das richtige Verhältnis zwischen den Anteilen des Portfolios ausschlaggebend. 

Sicheres Anteil des Portfolios (dafür weniger Rendite zu erwarten):

Risikoreiches Anteil des Portfolios (mehr Risiko = mehr mögliche Rendite)

  • Aktien
  • Rohstoffe
  • Edelmetalle
  • Unternehmensanleihen
  • Anleihen ausländischer Staaten

Die Aufteilungen sind natürlich nicht in den Stein gemeißelt. Dennoch gibt es eine klare Empfehlung, mit zunehmendem Alter entzieht sich die Möglichkeit, über Jahre hinaus einen großen Crash auszusitzen. Deswegen sollte der Anteil risikoreicher Wertpapiere dann auch sinken. Außerdem verschiebt sich die Lebensphase des Vermögensaufbaus und die Phase des Vermögens-Verbrauchs nähert sich.

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Beispiele der klassischen Aufteilung:

    • 60/40 = 60% Risikoreich + 40% Sicher – für jüngere Anleger
    • 30/70 = 30% Risikoreich + 70% Sicher – für ältere Anleger

Wann sollte Rebalancing durchgeführt werden?

Risikoneigung hat sich geändert
Nach einer Erbschaft, bei einem Crash am Aktienmarkt, vor einem geplanten Immobilienerwerb oder nach gestiegenen Erfahrungen mit Aktien.

Standard – einmal pro Jahr
Wiederherstellung der ursprünglich definierten Vermögensaufteilung, etwa das beschriebene Beispiel von 60 zu 40 Prozent.

Grenzwerte werde überschritten
Eine weitere Vorgehensweise ist, sich Grenzwerte zu setzen, beispielsweise wenn die Gewichtung fünf oder zehn Prozent von der vorgegebenen Aufteilung abweicht.

Fazit
Jeder Kleinanleger sollte mindestens einmal im Jahr sein Portfolio durchleuchten, ob die angedachte Verteilung noch gegeben ist. Bei einer größeren Abweichung z.B. 5-10% lohnt es sich, die Anteile anzupassen. Entweder durch Verkauf der im Wert gestiegener Wertpapiere zugunsten des Kaufs der gesunkenen Anteile oder durch Nachkauf mit frischen Geldmitteln.

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