Kreditkartenschutz "3D Secure"

Kreditkarten erfreuen sich großer Beliebtheit: Sie werden von mehr als drei Milliarden Menschen genutzt und gelten damit als das am häufigsten verwendete bargeldlose Zahlungsinstrument der Welt. Eine große Rolle spielen Kreditkarten vor allem beim Handel im Internet. Gerade hier aber tun sich oftmals Probleme auf. So nimmt nicht nur der missbräuchliche Einsatz abgegriffener Daten zu, sondern auch die Wahrscheinlichkeit eines Zahlungsausfalls. Um das Betrugsrisiko zu minimieren und einen besseren Schutz für Unternehmen zu bieten, entwickelte die Kreditkartenorganisation VISA ein Verfahren, das zusätzliche Sicherheit verspricht. Der als 3D Secure bezeichnete Standard zwingt den Kunden zur Identifikation und überprüft auf diese Weise die Rechtmäßigkeit des Karteneinsatzes. Darüber hinaus garantiert er Betreibern eines Shops den Eingang der Zahlung.

3D Secure: VISA, MasterCard und Co. bieten den Dienst unter unterschiedlichem Namen an

Das kostenlose Authentifizierungsverfahren 3D Secure verfolgt ein wichtiges Ziel: Es soll sicherstellen, dass an einer Transaktion keine anderen Personen als der rechtmäßige Karteninhaber und der rechtmäßige Online-Händler beteiligt sind und über das Internet getätigte Zahlungen per Kreditkarte so sicher wie möglich machen. Der hilfreiche Dienst wird von verschiedenen Kreditkartenorganisationen unter Verwendung unterschiedlicher Bezeichnungen angeboten. Während VISA seine Lösung "Verified by VISA" nennt, setzt MasterCard auf das sogenannte SecureCode-Verfahren. Unter den Namen J/Secure und SafeKey bieten auch JBS und American Express einen entsprechenden Service. Voraussetzung für eine Nutzung ist nicht nur die Teilnahme des Online-Händlers an dem Verfahren, sondern auch eine Registrierung des Kunden bei der kartenausgebenden Bank.

Unabhängig vom jeweiligen Anbieter ist die Funktionsweise des Dienstes denkbar einfach. Wählt ein Kunde im Rahmen seiner Bestellung die Kreditkarte als Zahlungsmittel aus, öffnet sich im Anschluss an die Eingabe der Kartennummer eine Abfragemaske. Diese stellt eine direkte Verbindung zur kartenausgebenden Bank her und fordert zur Eingabe des im Vorfeld festgelegten Passwortes auf. Ist dieses korrekt, bestätigt das System den Erfolg der Verifizierung und führt den Zahlungsauftrag durch. Im Falle der Eingabe eines falschen Passwortes hingegen schlägt die Autorisierung fehl. Der Kaufvorgang wird abgebrochen; eine Zahlung findet nicht statt.

Eine persönliche Begrüßung erhöht den Schutz

Wie alle 3D Secure Authentifizierungsverfahren setzt auch 3D Secure VISA auf eine persönliche Begrüßung als zusätzliches Sicherheitsmerkmal. Hierbei handelt es sich um einen frei wählbaren Text, der im Rahmen der Registrierung erstellt und künftig bei jedem Online-Kaufvorgang mit Kreditkartenzahlung angezeigt wird. Er ist von entscheidender Bedeutung für die Sicherheit: Seine Richtigkeit garantiert für eine Kommunikation mit dem richtigen Server. Eine gründliche Überprüfung des angezeigten Textes vor der Bestätigung ist somit dringend anzuraten. Wird die persönliche Begrüßung gar nicht oder nur fehlerhaft angezeigt, ist der Abbruch der Transaktion zu empfehlen. Kunden sollten sich ohne weiteres Zögern mit der Betreuung Ihres Finanzinstituts in Verbindung setzen.

Mehr Sicherheit im bargeldlosen Zahlungsverkehr

Die Nutzung des sicheren 3D Secure und 3D Secure VISA Verfahrens reduziert das Risiko einer missbräuchlichen Verwendung sensibler Kreditkartendaten. Schutz bietet dabei nicht nur das vom Karteninhaber selbst bestimmte und nur ihm bekannte Passwort, sondern auch die zusätzliche Sicherheitsmitteilung. Von den Vorteilen des Dienstes profitieren sowohl Händler als auch Kunden. So

  • fördert das System das Vertrauen in Online-Zahlungen und bewirkt somit eine Steigerung der Umsätze
  • verringern sich Rückbelastungen durch vom Karteninhaber reklamierte Umsätze durch eine erweiterte Haftungsumkehr
  • lassen sich Ursachen für eine Zahlungsstörung schon sehr früh erkennen und korrigieren.