Ratgeber "Kreditwürdigkeit verbessern"


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Eine gute Bonität bzw. Kreditwürdigkeit sichert Ihnen bei entsprechendem Bedarf zinsgünstige Darlehen und hat zudem eminenten Einfluss auf viele alltägliche Geschäfte; sei es der Abschluss eines Mobilfunkvertrages oder die Finanzierung eines Autos. Bei der Feststellung der Bonität sowie bei den entsprechenden Bonitätsprüfungen spielt die Schufa eine entscheidende Rolle. Bewertet wird die Bonität dabei anhand des so bezeichneten Schufa-Scores. Es ist allerdings ein Irrglaube, dass dabei lediglich ein schlechtes Zahlungsverhalten die eigene Bonität negativ beeinflusst. Vielmehr gibt es eine ganze Reihe an weiteren Faktoren, die Einfluss auf die Kreditwürdigkeit haben. Zudem gibt es eine Handvoll Tricks, wie Sie Ihre Bonität zusätzlich noch steigern können.

Um welche Tricks es sich hierbei handelt und welche Faktoren die Kreditwürdigkeit maßgeblich beeinflussen, erfahren Sie in diesem "Ratgeber Kreditwürdigkeit verbessern".

Möglichst wenig Schulden machen

Es klingt banal, ist aber ein entscheidender Faktor für eine bessere Bonität: Vermeiden Sie es , Schulden zu machen. Dies betrifft jetzt nicht ausschließlich große Finanzierungskredite, Baufinanzierungen oder größere Konsumentenkredite. Selbst kleinere Anschaffungen auf Ratenbasis - wie zum Beispiel oftmals beim Versandhandel praktiziert - werden in der Regel auch immer in der Schufa gespeichert. Dies gilt auch auch für Null-Prozent-Finanzierungen, wie sie vielfach beim Vertragsautohändler oder zum Beispiel auch im Elektrohandel angeboten werden. Je öfter Sie einen Kauf auf Raten bzw. einen Kredit in Anspruch nehmen, um so mehr Daten liegen vor, die in der Schufa letztendlich dann auch vermerkt werden. Selbst wenn Sie alle Raten fristgerecht bezahlen, beeinflussen diese Kleinkredite respektive Ratenzahlungen Ihren Schufa-Score und damit Ihre Bonität. Denn auch die Häufigkeit der Kreditaufnahme und der Ratenkäufe geht in die Wahrscheinlichkeitsrechnung der Schufa mit ein. Kommt es dann noch bei der Rückzahlung zu Unregelmäßigkeiten oder zu Rückzahlungsunterbrechungen, erhöht dies zusätzlich das zu erwartende Ausfallrisiko. Bankkredite können sich dadurch eminent verteuern oder aber, Ihnen wird aufgrund mangelnder Kreditwürdigkeit gleich ein Kredit verwehrt. Tipp: Wenn Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie für kleinere Anschaffungen zunächst immer Ihre privaten Rücklagen nutzen oder sich Geld von Familienmitgliedern bzw. Verwandten leihen.

Rechnungen immer pünktlich bezahlen

Sollte einmal eine Lastschrift platzen oder eine Zahlung im geringfügigen Umfang verspätet angewiesen werden, so zieht dies nicht sofort zwingend negative Konsequenzen nach sich. Viele Banken akzeptieren auch eine kurzfristige Überziehung des eingeräumten Kreditlimits. Aber trotzdem sollten Sie Rechnungen stets möglichst pünktlich bezahlen. Denn zahlreiche Unternehmen setzen auf eine automatische Bearbeitung von negativen Salden. Dann wird nach Ablauf einer bestimmten Frist automatisch das hausinterne Mahnverfahren eingeleitet. In der Regel geht dies dann unmittelbar in das gerichtliche Mahnverfahren über. Sollten Sie der jeweiligen Forderung nicht binnen einer Frist von zwei Wochen widersprechen oder aber die entsprechende Rechnung nicht vollständig begleichen, kann das Unternehmen einen Vollstreckungsbescheid einleiten. Und das zieht dann wieder einen negativen Eintrag bei der Schufa nach sich, was Ihre Bonität letztendlich zusätzlich negativ beeinflusst.

Regelmäßige Überprüfung Ihrer Schufa-Daten

Sie sollten den Schufa-Daten nicht zu sehr vertrauen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die über Sie und Ihre Bonität bzw. Kreditwürdigkeit gespeicherten Informationen nicht immer korrekt oder legitim sind. So kommt es beispielsweise vor, dass gespeicherte Datensätze bereits veraltert sind und längst abgewickelte Darlehen oder Ratenkäufe noch vermerkt sind. Daher sollten Sie Ihre Schufa-Daten regelmäßig kontrollieren. Dies ist einmal im Jahr kostenlos möglich (Selbstauskunft nach § 34 des Bundesdatenschutzgesetzes); ansonsten verlangt die Schufa für die Selbstauskunft eine entsprechende Gebühr. Es kann auch ratsam sein, nicht nur die Schufa-Daten regelmäßig zu kontrollieren, sondern auch die bei anderen, überregionalen Auskunfteien hinterlegten Daten abzufragen. Insbesondere hinsichtlich von Kreditgeschäften im Einzelhandel besitzen Schufa-ähnliche Unternehmen wie Bürgel, Deltavista, Infoscore oder Arvato eine eminent einflussreiche Position. Dabei fällt deren Bewertung der Bonität - aufgrund der Nutzung von anderen Rechenmodellen bzw. Algorithmen - häufig anders aus als bei der Schufa. Auch bei diesen Unternehmen können Sie einmal pro Jahr kostenlos eine Selbstauskunft anfordern.

Kleine, aber feine Tricks zur Stärkung der eigenen Bonität

Durch kleine, gezielte Maßnahmen können Sie Ihre Bonität aber noch weiter verbessern. Wenn Sie sich zum Beispiel Ihren Dispokredit so hoch wie möglich setzen lassen, kann dies im Hinblick auf Ihre Kreditwürdigkeit für Sie eine positive Wirkung erzeugen. Dies liegt daran, dass die maximale Höhe eines Überziehungskredits oftmals bei der Schufa hinterlegt wird. Dabei gilt: Je höher Ihr Dispo ist, desto besser bewertet eine Bank Ihre Kreditwürdigkeit bzw. Bonität. Sie sollten auch nicht ständig ein neues Girokonto eröffnen und dieses dann lediglich für einen kurzfristigen Zeitraum nutzen. Denn eine solche Vorgehensweise wird in der Regel von der Schufa als Negativum angesehen. Dagegen sind eben gerade lange und dabei möglichst störungsfreie Vertrags- bzw. Geschäftsbeziehungen in Bezug auf das Girokonto ideal für eine gute Bonitätseinstufung. Wenn Sie sich von mehreren Banken Darlehensangebote einholen, sollten Sie zudem verstärkt darauf achten, dass immer lediglich eine Anfrage zu den Kreditkonditionen gestellt wird und nicht etwa direkt eine Kreditanfrage. Denn Kreditanfragen, die innerhalb kürzester Zeit gestellt werden, verschlechtern Ihre Kreditwürdigkeit respektive Ihren Bonitätsstatus.

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Ratgeber "Schufa-Score verbessern"