Begriff „Nominalzins“

Als Verbraucher sollten Sie genau über die verschiedenen Kreditformen Bescheid wissen. Behalten Sie den Überblick und informieren Sie sich über das Zins-Einmaleins. In diesem Artikel erhalten Sie alle relevanten Informationen zum Nominalzins.

Definition: Was sind Nominalzinsen?

Der Nominalzinssatz bezeichnet den tatsächlichen Zinssatz. Gebühren, Inflation, Zinseszinsen oder sonstige Kosten bleiben unberücksichtigt. So erhalten Sie einen exakten Wert, den Ihnen jede Bank bereitstellen muss.

„Der Nominalwert zeigt Ihnen die genauen Zinssätze für Kredite und Guthaben.“

Das ist ein Vorteil für Laien, die mit Begriffen wie effektiver Jahreszins oder Realzinssatz wenig anfangen können. Mit einem Nominalwert können Sie einzelne Angebote bequem beurteilen.

Formel für Nominalzinsen: Kreditbetrag * Zinssatz / 100 = Zinskosten

Kredite und Nominalzinsen

Der Nominalzinssatz wird immer für ein ganzes Jahr angegeben, was Sie an der Abkürzung „p.a.“ (per anno) sehen können. Das führt zu unterschiedlichen Kostenangaben, wenn Sie einen Kredit aufnehmen möchten. Im Effektivzins sind sämtliche Nebenkosten bereits enthalten, die bei den Nominalzinsen keine Berücksichtigung finden. In der Regel wird ein Kredit in monatlichen Raten getilgt, was zu einem voneinander abweichenden Nominal- und Effektivzins führt. Daher sollten Sie vor einer Kreditaufnahme beide Werte miteinander vergleichen.

Was Sie für ein Darlehen tatsächlich bezahlen müssen, ist nicht mit dem Nominalzinssatz gleichzusetzen, da weitere Kosten außen vor bleiben. Diese werden zur Kreditsumme addiert und erhöhen den zu verzinsenden Betrag. Damit steigt auch die monatliche Kreditrate an.

Nominalzins bei Geldanlagen

Als Sparer sollten Sie auf einen hohen Nominalzinssatz achten. Hier lohnt es sich, einen Bankenvergleich durchzuführen: Viele Banken werben mit hohen Effektivzinssätzen, haben aber in Bezug auf Nominalzinsen ein schlechteres Angebot als ihre Konkurrenten. Solche Verzerrungen können bei monatlich aufgeschlagenen Zinsen auftreten. Sie lassen den effektiven Jahreszins ansteigen.

Wenn Sie die Rendite einer Geldanlage berechnen möchten, müssen Sie alle weiteren Kosten vom Nominalzinssatz abziehen, wie etwa die Abgeltungssteuer.

Fazit

  • Bei Finanzangeboten lohnt es sich immer, einen Blick auf die Nominalzinsen zu werfen.
  • „Für Kreditnehmer ist ein geringer Zinssatz von Vorteil, während Sparer auf einen möglichst hohen Nominalzinssatz bauen sollten.“
  • Es ist wichtig, auf ein gesundes Verhältnis zum effektiven Jahreszins zu achten. Weichen beide Werte enorm voneinander ab, ist Vorsicht geboten, da es sich um ein unseriöses Angebot handeln könnte.